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HannoverNews
Von Männern, die nicht zuhören können und ihr Wort brechen müssen, um ihren politischen Kopf zu retten!

Deshalb musste die Ersatzlösung Netrada her

  • Das Unternehmen AMAZON jetzt als böser Buhmann
  • Einfluss des Landtagswahlkampf
  • Herr Weil steht nicht mehr zu seinem Wort vom 13.10.2011
 


Was alles bisher geschah

Der Oberbürgermeister Weil erklärte am 13.10.2011 öffentlich im Annastift/Bemerode, er wolle ein internationales Internetversandunternehmen unbedingt auf die Fläche östlich der Weltausstellungsallee holen, um Hannover tausende von Arbeitplätzen zu bescheren. Sollte dieses Unternehmen nicht kommen, wandert die Planung zur Änderung der Bauleitpläne wieder in die Schublade.

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Amazon erklärte bei einem Besuch einiger Ratmitglieder der Stadt und Vertretern der Initiative pro.kronsberg im Beisein von Herrn Mönninghoff am 15.05.2012 in Bad Hersfeld: "Wir sind an einer Ansiedung in Hannover sehr interessiert, sofern die baurechtlichen Voraussetzungen vorliegen".

Ich frage mich aufgrund der deutlichen Worte von Herrn Cossmann (Regional Director Operationsvon Amazon) am 15.05.2012, warum Herr Mönninghoff jetzt so erbost ist und Amazon als unberechenbaren und unverlässlichen Verhandlungspartner hinstellt.

Kann der Wirtschaftsdezernent einfach nicht zuhören oder muss er AMAZON jetzt als bösen Buhmann hinstellen, um die politischen Köpfe von sich und seinem Oberbürgermeister zu retten.

Gehen wir davon aus, dass der Wirtschaftsdezernent doch noch gute Ohren hat und die Aussage von dem Regional Director Operations at Amazon, Herrn Cossmann, am 15. Mai 2012 in Bad Hersfeld akustisch gut verstanden hat.

Warum ärgert sich Herr Mönnighoff so und schiebt den Buhmann auf Amazon? Die baurechtlichen Voraussetzungen für die Ansiedlung sind noch nicht geschaffen. Der Satzungsbeschluss zu der Änderung der Bauleitpläne sollte zunächst am 12. Juli 2012 gefasst werden. Jetzt ist er erst für September vorgesehen. Es ist also nicht die Amazon GmbH gewesen, die den Zeitplan verschoben hat, sondern die Stadt Hannover. Und es ist leicht verständlich, warum Amazon den Satzungsbeschluss abwarten wollte.

Bekannter Maßen hat die Amazon GmbH inzwischen selbst Sachverständige vor Ort geschickt, um sich ein Bild insbesondere von der Verkehrslage zu machen.

Hat Amazon erkannt, dass der Standort bei der Messe doch nicht so optimal ist oder die Gutachten der Stadt Hannover angreifbar sind und ggf. einer Normenkontrolle durch das OVG Lüneburg vielleicht nicht standhalten?

Ich glaube nicht, dass es die Stadt Hannover war, die Amazon eine Absage erteilt hat. Dazu war die Ansiedlung für den Landtagswahlkampf des Ministerpräsidentenkandidaten Weil zu wichtig. Es hätte ausgereicht, wenn AMAZON bis November oder Dezember 2012 zugesagt hätte. Die Landtagswahlen sind schließlich erst am 20. Januar 2013. Die Ablehnung kam von Amazon.

Das Problem ist jetzt, dass Herr Weil nicht mehr zu seinem Wort vom 13.10.2011 stehen kann. Es wurden bereits zu viele Arbeitsplätze versprochen und zu viel Steuergeld investiert. Und das größte Problem für den Oberbürgermeister ist, dass der Landtagswahlkampf begonnen hat!

Deshalb musste eine Ersatzlösung her: Sie heißt Netrada!

Jedem ist klar, das Netrada auch an anderer Stelle in oder um Hannover ansiedeln würde. Die Arbeitplätze bleiben sicher hier. Aber nein, Herr Weil muss seinen politischen Kopf retten und dieses Filetstück an der Messe jetzt schnell wahlkampfwirksam vermarkten.

Dieses Vorgehen ist allerdings ziemlich durchsichtig und ruft die Kontrahenten auf den Plan. Die Fläche östlich der Weltausstellungsallee wird auf einmal zum Filetstück im Wahlkampf, obwohl die Bauleitpläne noch nicht einmal geändert worden sind.

Ich hätte da eine Idee für Sie, Herr Weil: Geben Sie dem Park Kronsberg eine Chance. Die Bauleitpläne können bestehen bleiben. Es könnten 1.000 Arbeitsplätze oder mehr zusätzlich zu denen von Netrada geschaffen werden.

Ein besonderes Schmankerl für Sie dazu: Sie könnten Wort halten!

Oder Sie sprechen mit Herrn Kind über ein Interesse sein Sportzentrum an den Kronsberg zu legen. Die Eilenriede müsste nicht auf riesiger Fläche abgeholzt werden. Im Jahre 1371 wurde die Eilenriede den Bürgern Hannovers von den Herzögen Wenzeslaus und Albrecht von Sachsen geschenkt als Dank für die Unterstützung in einem Erbfolgekrieg. Dies gab den Bürgerinnen und Bürgern das Recht, das Waldgebiet als ihr Eigentum zu nutzen und zu pflegen.

Das Vorteil für Sie: Es wäre kein massiver Bürgerprotest zu erwarten, der Ihnen mit Sicherheit entgegenwirkt, wenn Sie, immer noch als Oberbürgermeister der Stadt Hannover, die Eilenriede abholzen lassen wollen.

Text: Barbara Gebler-Fleischhacker


 


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